Minimalinvasive Thermo-Radiofrequenz-Therapie (TRF, Ultroid, Hemoron) oder Lasertherapie von Hämorrhoiden
Mit dieser neuen schmerzarmen und schnellen Operationsmethode werden die zu- und
abführenden Gefäße der Hämorrhoiden durch TRF oder durch Laserstrahl verschlossen
mit folgender Rückbildung der Hämorrhoidalknoten.
Methode
Über ein offenes Proktoskop wird unter Sicht eine spezielle bipolare Sonde unter
die Schleimhaut tangential direkt an die zu- und abführenden Gefäße der III.-
und IV.-gradigen Hämorrhoiden eingebracht und die Radiofrequenzenergie
abgegeben. Analog kann eine Laserstrahlführende Glasfaser angewendet werden.
Die abgegebene Wärmeenergie führt zu einer Quer- und Längsschrumpfung der zu-
und abführenden Hamorrhoidalgefäße. Die Energieabgabe erfolgt nur in einem
definierten Areal.
Insgesamt wird an zwölf Punkten mit einer Spezialsonde die Wärmenergie
abgegeben. Es entsteht in einem Umkreis von 1,0 cm
eine Wärme von 60° bis 80°.
Mit der gleichen Technik kann bei ausgeprägten Hämorrhoidalknoten IV. Grades
durch die Sondeneinführung direkt in die Hämorroidalknoten eine
zusätzlicheGewebeschrumpfung erzielt werden. Vorhandene perianale
Hautvergrößerungen (Varisken) oder Analpolypen werden in üblicher chirurgischer
Technik behandelt. bei ausgeprägten Hämorrhoidalknoten IV. Grades braucht man
zwei oder drei Sitzungen um alle Hämorrhoiden zu entfernen.
Komplikationen
Komplikationen sind bei dieser Methode bisher nicht bekannt.
An den Energieeintritsstellen kann es lediglich zu kleinen Einstichblutungen kommen,
die nach einigen Stunden sistieren. Bei ausgeprägten Hamorrhoiden kann es
postoperativ zu einer Schwellung des Gewebes kommen, die sich nach 2 bis 3
Wochen zurückbildet.
Ergebnisse
Rezidive von Hämorrhoiden sind nach einer Nachbeobachtungszeit von zwei Jahren
bisher nicht bekannt.
Vorteile der Methode sind: